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Fotovoltaik - Sonne in der Schule

(wobei häufig auch die Schreibweise "Photovoltaik" oder die Abkürzung "PV" anzutreffen ist)

Auf dieser Seite finden Sie


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Fotovoltaik seit 21. Juli 2011 viel größer am Netz
-- Anfang Juni 2016 schon 124.084 kWh gewonnen!

Mitte Januar 2011 wurden die alten neun Fotovoltaik-Elemente (die weiter unten noch gezeigt werden) abgebaut, um die Sanierung des Turnhallendachs zu ermöglichen. Danach kam die rund 35-fache Anzahl von Solarplatten im Rahmen einer Bürger-Solaranlage ("Düssel-Solar 7") aufs frische Dach, sodass seit 21. Juli 2011 viel mehr elektrische Energie aus dem Sonnenlicht gewonnen wird.

Übrigens: an der Finanzierung der neuen Anlage, bei der es sich deshalb um eine so genannte Bürgersolar-Anlage handelt, konnte sich jeder beteiligen und darf außer einem guten Gewissen auch ein ordentliche Rendite erwarten.
Näheres ist erfahrbar über das Düsseldorfer "Büro für erforderliche Maßnahmen" bzw. den Verein Düssel-Solar e.V. (s. u., letzter Verweis).
Für die Anlage "Düssel-Solar 7" hier auf dem 'Lessing'-Turnhallendach ist die Finanzierung natürlich abgeschlossen; aber für kommende Anlagen auf weiteren öffentlichen Gebäuden in Düsseldorf werden noch Geldgeber und Mitwirkende gesucht!

Am 25. Februar 2011 wird noch an der Dachhaut gearbeitet -- die endgültige Oberfläche fehlt noch!

Mitte April ist endlich auch die oberste Schicht des Dachs fertig -- jetzt wird auf die Solaranlage gewartet

Die Anlage, aufgebaut von der Fa. Rheinland-Solar, liefert seit 21. Juli 2011 Strom ins Netz

Am 16. Dezember 2011 fand die offizielle Einweihung statt -- mit kleinem Demoexperiment aus dem der Schule dankenswerterweise dabei geschenkten Solar-Koffer

Erst 15 Monate nach Inbetriebnahme wurde am 25. Oktober 2012 endlich auch die neue Anzeigetafel montiert.

Bis zum 30.10.2012 hat die neue Anlage (in gut 15 Monaten Betrieb) schon 38773 kWh el. Energie gewonnen -- mehr als die alte Anlage in 12 Jahren!




Erst knapp zwei Jahre nach Fertigstellung begann am Abend des12.6.2013 die automatische Datenübertragung ins Internet - um nach dreieinhalb Wochen Betrieb schon defekt zu sein. Zum Glück konnten bei der Reparatur noch einige Daten gerettet wereden - deshalb fehlen dort bei "Energie und Leistung" (sowie beim Gesamtertrag) die Werte vom 11.7.2013 bis 20.7.2013. Die Tageserträge ebenso wie die Sonnenscheinverteilung über jeden Tag sind dann für einige Monate auf der folgenden Webseite zu sehen:

Sunny-Portal für Düssel Solar 7 GbR

[Achtung, der Anbieter ändert gelegentlich die Bezeichnung der Seiten. Falls der genannte Verweis nicht zum Erfolg führt, so versuchen Sie es selbst auf sunnyportal.com, klicken dort auf den (z.Z. in einem Bild mit Solarzellen versteckten) Text "Freigegebene Anlagen" und tippen, wenn sich nach einiger Zeit das SUNNY PORTAL mit den freigegebenen Anlagen öffnet, oben links im Eingabefeld Düssel Solar 7 ein, um danach zu suchen!]


Ich werde jeden Monat nur den Gesamtertrag (seit 30.10.2012) veröffentlichen;
der erste Wert ist schon dem letzten Foto zu entnehmen:



el. Energie bis 30.10.2012  

  38 773  kWh

bis 30.11.2012  

  39 594  kWh

bis 28.12.2012  

  39 927  kWh

bis 31.1.2013  

  40 261  kWh

bis 31.1.2013 

  41 169  kWh

bis 23.3.13 (vor Osterferien)

  42 629  kWh

bis 30.4.2013

  47 012  kWh

bis 31.5.2013

  50 628  kWh

bis 28.6.2013

  54 127  kWh

bis 2.9.2013

  62 275  kWh

bis 27.9.2013

  64 268  kWh

bis 8.11.2013

  66 436  kWh

bis 2.12.2013

  66 943  kWh

bis 9.1.2014

  67 585  kWh

bis 17.1.2014

  67 774  kWh

März - August 2014

  Anzeige gestört; s.o. "Sunny Portal"!

bis 2.9.2014

  78 669  kWh

bis 26.9.2014

  80 482  kWh

bis 31.10.2014

  82 047  kWh

bis 29.11.2014

  82 802  kWh

bis 19.12.2014

  82 981  kWh

bis 7.1.2015

  83 222  kWh

bis 30.1.2015

  83 488  kWh

bis 27.2.2015

  84 483  kWh

bis 13.4.2015

  87 857  kWh

bis 5.5.2015

  90 487  kWh

bis 30.5.2015

  93 283  kWh

bis 26.6.2015

  96 715  kWh

bis 6.8.2015

102 165  kWh

bis 4.9.2015

105 531  kWh

bis 30.9.2015

107 701  kWh

bis 30.10.2015

109 284  kWh

bis 30.11.2015

110 311  kWh

bis 7.1.2016

111 037  kWh

bis 29.1.2016

111 637  kWh

bis 18.3.2016

114 296  kWh

bis 8.4.2016

115 880  kWh

bis 4.5.2016

119 366  kWh

bis 9.6.2016

124 084  kWh






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Daten der früheren, alten Anlage:
Übersichten über die Energieausbeute

Bis Mitte Januar 2011 wurden in den rund 12 Jahren des Bestehens der alten, kleinen 1,1-kWh-Anlage mit 9 Solarplatten (s.u.)
insgesamt 9565 kWh elektrische Energie gewonnen:
im Mittel also knapp 800 kWh pro Jahr. Jetzt wird auf die vergrößerte Wiedereröffnung der Anlage gewartet.

Natürlich beginnt jedes Jahr mit dem Endstand des Vorjahres; der stärkere Anstieg in der Jahresmitte liegt an der höheren Sonneneinstrahlung im Sommer.

Für die Zeit bis Ende 2006 (bis dahin wurden rund 6700 Kilowattstunden "Strom" geerntet) liegen sogar tägliche Daten vor. Inzwischen wird zwar weiter täglich Sonnenlicht in elektrische Energie umgewandelt, nur der Datalogger funktioniert nicht mehr richtig, sodass auf die automatische Speicherung der Daten im 15-Minuten-Takt und die Anzeige von Momentan- und Tageswerten leider verzichtet werden muss. Die Monats- und Tagesübersichten der Jahre von 2000 bis 2006 gibt's natürlich trotzdem auf einer Archiv-Seite .

Für Vergleichswerte und Daten anderer Anlagen: siehe meine Verweise weiter unten auf dieser Seite ("Daten von FV-Anlagen")


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Fotovoltaik
am Städt. Lessing-Gymnasium und dem Lessing-Berufskolleg, Düsseldorf

Mit Landesmitteln und vor allem dank großzügiger finanzieller Unterstützung durch die Stadtwerke Düsseldorf AG konnten im Oktober 1998 auf dem Turnhallendach neun Solarplatten aufstellt werden, die Sonnenlicht direkt in elektrische Energie verwandeln. Dies geschieht verschleiß- und wartungsfrei, ohne bewegliche Teile und ohne, dass dabei irgendwelche Schadstoffe entstehen.

Zwar reicht der so erzeugte Strom auch im Sommer nicht aus, um die Schule vollständig zu versorgen. Aber wir brauchen weniger Strom vom Kraftwerk, weswegen dort weniger Kohle verbrannt werden muss und dort weniger Abgase entstehen. Schadstoffe -- u.a. das Treibhausgas CO2, das bei jeder Verbrennung entsteht -- werden so eingespart und die Umwelt entlastet.

Heute ist Solarstrom durch die hohen Anlagekosten noch teuer. Wenn aber niemand in die neue Technik investiert, wird sie auch nicht ausgebaut. Unsere Schule hat ja auch schon vor mehr als 25 Jahren Computer für einige 10.000 DM (= 5.000 €) gekauft, deren Rechenleistung nur ein Bruchteil dessen betrug, was heute für weniger als 500 € erschwinglich ist. Erst die Nachfrage hat hier einen Massenmarkt mit entsprechenden Fortschritten ermöglicht. Insofern hoffen wir, jetzt der Fotovoltaik als einer kommenden Energietechnik zum verdienten Durchbruch zu verhelfen.

Technische Details gibt's -- zusammen mit dem pädagog. Programm -- auf einer Extraseite (s.u.)


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Fotovoltaik am Lessing:
Ein hoher Beitrag zum Umweltschutz

Am 12. Oktober 1998 ging unsere Fotovoltaik-Anlage ans Netz: Damals konnten mit finanzieller Förderung des Landes und vor allem durch die großzügige Unterstützung der Stadtwerke Düsseldorf AG neun Solarplatten auf dem Dach der Turnhalle installiert werden. Etwas später folgte die Anzeigetafel über dem Turnhalleneingang, die vom Schulhof aus gut zu sehen ist.

Vom ersten Tag an leistete die Anlage tagein tagaus einen kleinen, aber umweltfreundlichen Beitrag zur Versorgung unserer Schule mit elektrischer Energie, die direkt aus dem Sonnenlicht gewonnen wird.

Bis Januar 2011 wurden von unserer Anlage über 9565 Kilowattstunden "Strom" erzeugt, der sonst vom Kraftwerk hätte bezogen werden müssen. So konnte die Stadtkasse in den letzten 12 Jahren viele Hundert Euro an unserer Stromrechnung sparen. Und weil wir dank unserer Anlage weniger Kraftwerksstrom brauchten, wurde dort etwas weniger Kohle verfeuert, wurden Abgase und Schadstoffe vermieden.

Allein vom Treibhausgas Kohlendioxid, das für die globale Erwärmung (mit-)verantwortlich ist, wurden bei uns bisher 7650 Kilogramm eingespart! Bedenkt man, dass 44 Gramm CO2 normalerweise ein Volumen von 24 Litern einnehmen, sind dies erstaunliche 4 150 000 Liter. Würde man dieses Gas in leere 1-Liter-Cola-Flaschen füllen, so gäbe das 4 180 000 Flaschen voll Kohlendioxid bzw. 347 000 Kästen mit je 12 Flaschen voller Treibhausgas. Stapelt man alle diese Kästen aufeinander, so wäre der entsprechende Turm 116 000 Meter bzw. 116 Kilometer hoch -- 13 mal höher als der Mount Everest, dem höchsten Berg unserer Erde, mehr als 11 mal höher als die Reiseflughöhe eines Passagierflugzeugs und immerhin noch 4,3-mal höher als der höchste Berg in unserem Sonnensystem (dem 27 km hohen Qlympus Mons auf dem Mars). Verglichen mit dem Düsseldorfer Rheinturm, der bis zur Antennenspitze 240,5 m misst (das Dreh-Restaurant ist nur knapp 180 m hoch!), wäre unser Turm an Colakästen voller CO2 noch 480 mal höher als das Wahrzeichen Düsseldorfs.

Und weil diese Menge Kohlendioxid durch unsere Fotovoltaik-Anlage eingespart wurde, also nicht erzeugt werden musste, leisten wir bei aller Bescheidenheit durchaus einen wirklich hohen Beitrag zum Umweltschutz.

Allerdings soll dieser Vergleich zwar beeindrucken, aber nicht täuschen: Stellt man die 347 000 Cola-Kästen nicht auf- sondern nebeneinander, so ist die entstehende Kette 139 Kilometer lang und damit sogar größer als die eben errechnete Turmhöhe, weil die Kästen etwas länger als hoch sind. Aber als Entfernung auf der Erdoberfläche kommen uns 139 km gar nicht mehr so riesig vor. Und wenn man dann noch bedenkt, dass ein normaler VW Golf mit 75 kW/1,6-l-Motor pro gefahrenem Kilometer 169 g CO2 ausstößt, also bei einer einzigen Fahrt entlang der 139 km langen Kastenkette mehr als 23 kg bzw. 12 700 Liter Kohlendioxid abgibt, dann hätte allein diese Fahrt bereits so viel Kohlendioxid produziert, wie in 1 060 Kästen passt -- von der Ersparnis von 347 000 Kästen wären mehr als 1 000 Kästen schon wieder weg und die Kette bestünde nur noch aus 346 000 Kästen und wäre 420 Meter (0,3%) kürzer! Dies macht deutlich, dass wir zwar einiges an Kohlendioxid einsparen -- Haushalte, Industrie und Verkehr aber gigantische Mengen davon produzieren.

Die Akzeptanz der Anlage bei den Schülerinnen und Schülern ist hoch; Lehrerinnen und Lehrer vieler Fächer (lobenswert besonders Erdkunde, aber auch Mathematik und andere) haben längst Aspekte der Anlage in ihren Unterricht aufgenommen (siehe unser pädagogisches Programm, auf das nachfolgend hingewiesen wird), obwohl -- wie immer -- hier auch noch etwas mehr getan werden könnte. Dadurch, dass die Großanzeige zum Schulhof leider nicht mehr funktioniert, ist die Einsparung auch nicht mehr so präsent im Bewusstsein, obwohl unsere Anlage weiterhin Strom abgibt und Klimagas spart!


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Technische Details unserer (alten) Anlage,
fächerübergreifende Behandlung der Fotovoltaik, pädagogisches Programm
und Fotovoltaik-Wettbewerbe

Auf einer Extra-Seite zum pädagogischen Programm ist -- z.T. mit konkreten Beispielen -- dargestellt, wie die Fotovoltaik in verschiedenen Unterrichtsfächern unserer Schule thematisiert werden kann, soll und wird. Dort wird auch auf zwei meiner Mathematik-Seiten hingewiesen, wo die Fotovoltaik in der 10. Klasse (Geometrie) und in der Jahrgangsstufe 12 (Einführung in die Integralrechnung) benutzt wird.

Außerdem haben bisher zwei schulinterne Gewinnspiele die Fotovoltaik-Anlage den Schülerinnen und Schülern näher gebracht -- und auch dafür gesorgt, dass sie bei Lehrerinnen und Lehrern nicht in Vergessenheit geriet. Näheres findet man auf den Sonderseiten über das Preisausschreiben zur tausendsten Kilowattstunde im Jahr 2000 sowie über den Fotovoltaik-Wettbewerb 2004 .


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Unterrichtsmaterialien

Der "Arbeitskreis Schulinformation Energie" der Stromerzeuger hat einige Hefte und Unterrichtsmaterialien herausgegeben. Weiterhin werden Handreichungen bis hin zu einem kompletten Solarkoffer für physikalische Experimente angeboten. Mehr auf der diesbezüglichen Sonderseite .

Unterrichtsmaterial der ETH Zürich gibt's im Internet. Diese und weitere Internetadressen finden sich weiter unten auf dieser Seite bei meinen Verweisen (EducETH - ...).


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Anschriften öffentlicher Förderer

Stets aktuelle Fördermöglichkeiten für private Bauherren, die eine Solaranlage erreichten wollen, nennt (in Zusammenarbeit mit dem BINE-Informationsdienst [s. u.] im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit [BMWA]):

www.energiefoerderung.info

Nicht nur von historischem Interesse sind die öffentlichen Förderer von 1999, die inzwischen per Internet erreichbar sind und z.T. (wieder) aktuelle Förderungen anbieten:

Bundesmittel "Sonne in der Schule" (BAW) Bundesamt für Wirtschaft (BAW), - Referat II 4 -, Postfach 5171, 65726 Eschborn
nordrh.-westf. Landesmittel ("REN-Programm") Landesinstitut für Bauwesen, Außenstelle Dortmund, - REN-Programm Photovoltaik -, Postfach 102543, 44025 Dortmund

(REN = Rationelle Energieverwendung und Nutzung unerschöpflicher Energiequellen)

Die http://www.energieagentur.nrw.de verweist auf Förderprogramme, auch des des Bundes und anderer Träger.
Förderprogramme auch anderer Bundesländer nennt u.a. http://premium.solarfoerderung.de/download/

Weitere Anschriften fördernder Stellen gibt's z.B. auf der Homepage des Bundes der Energieverbraucher (siehe nachfolgende Verweise) sowie auf vielen Seiten von Herstellern, Anbieterverbänden und kommerziellen Solar-Portalen -- natürlich lassen mehr Kunden Solaranlagen errichten, wenn die eigene finanzielle Belastung gering bleibt.


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Solarförderung in den Medien

In zwei Beiträgen im September 2009 äußert sich das Fernsehmagazin "Quarks & Co" des WDR3 kritisch über die derzeitige politische Förderung von Solaranlagen. Die Einspeisevergütung treibe den Strompreis in die Höhe und belaste alle Verbraucher finanziell; Umweltvorteile könnten hingegen die Stromkonzerne im Rahmen des Emissions-Zertifikat-Handels anrechnen und würden so möglicherweise eigene Bemühungen um Umweltverbesserungen zurück stellen. Details finden sich auf

Licht und Schatten der Solarförderung
http://www.wdr.de/tv/quarks/sendungsbeitraege/2009/0908/008_solarenergie.jsp

Inzwischen hat die Bundesregierung die Solarförderung etwas reduziert.


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Buchbesprechung M. Willenbacher: Mein unmoralisches Angebot an die Kanzlerin
- Denn die ENERGIEWENDE darf nicht scheitern! - 154 Seiten, Herder-Verlag 2013, ISBN 978-3-451-30926-7, 9.99 €



Titelbild Willenbacher Unmoralisches AngebotIn diesem Buch beschreibt Matthias Willenbacher, wie er als einer der beiden Gründer die Windanlagen-Firma "juwi" aufgebaut und zu Größe und Bedeutung gebracht hat. Er berichtet von seinen wechselhaften Erfahrungen als Pionier erneuerbarer Energien und seinen Gesprächen mit verschiedenen Wirtschaftsgrößen und Politikern. Hauptanliegen seines Buches ist allerdings die durchaus nachvollziehbare Behauptung, mit Hilfe von Wind- und Solaranlagen könne binnen höchstens 10 Jahren die Energieversorgung der Bundesrepublik Deutschland zu 100 % auf erneuerbarer Energien umgestellt werden - und zwar ohne dass es dazu teurer Offshore-Windparks oder eines übermäßigen Stromnetzausbaus und der z.Z. beschworenen neuen Trassen und Stromautobahnen bedürfe. Vielmehr könne, ohne dass nennenswert weitere Windräder benötigt würden (allerdings müssten vorhanden Anlagen oft auf- oder umgerüstet, 'repowered' werden), verteilt und verbrauchernah genug Strom 'erzeugt' bzw. eingespeist werden.

Werden genug Elektroautos zugelassen, stünde auch bald auch ausreichender Speicher zur Verfügung. Außerdem könnte die Elektromobiltät durch erneuerbare Energie erreicht werden (sonst macht sie ja auch energetisch und ökologisch keinen Sinn). Die restlichen wenigen Prozent bzw. die Versorgungssicherheit könnte(n) durch Biomasse-Blockkraftwerke erreicht werden. Wichtig ist, nach Willenbacher, die Abkehr von den bisherigen Großkraftwerken (und den im Bau befindlichen bzw. geplanten Offshore-Windanlagen im Meer), um nicht mehr von den vier großen Energiekonzernen abhängig zu sein, die - zum Schutz ihrer bisherigen Investitionen und Anlagen - gegen die Energiewende arbeiten bzw. arbeiten müssten (und ihren Einfluss auf die Politik u.a. auch mit Arbeitsplatzargumenten entsprechend geltend machen). Insbesondere dürften keinerlei neue Kohlekraftwerke genehmigt werden. Vielmehr müsste, wie erst z.T. geschehen, die Energieversorgung zunehmend dezentral in die Hand von Genossenschaften und Bürgern gelegt werden. Viele solcher Anlagen (wie etwa auch die hier nachstehend beschriebene Fotovoltaik-Anlage 'Düssel-Solar 7') könnten insgesamt rasch die Energiewende erreichen. Willenbacher befürchtet allerdings, dass die Bundeskanzlerin trotz guter Ansätze auf die Energiekonzerne hören könnte, die auch mit Gewerkschaften und anderen Organisationen (die sich Alternativen schwer vorstellen können) gemeinsame Front gegen diesen Weg macht und bei den behäbigen, nur schwer umstellbaren Großversorgern bleibt.

Deshalb verspricht er, seine milliardenschweren Anteile an "juwi" an Strom-Genossenschaften und Bürger-Energieanlagen zu verschenken, wenn die Bundeskanzlerin doch die rasche Energiewende unterstützt und damit erreicht. Mit diesem 'unmoralischen' Angebot will er erreichen, dass endlich eine ernsthafte Auseinandersetzung mit seinen Argumenten erfolgt (u.a. schaffe die Energiewende mehr Arbeitsplätze, als evtl. in Großversorgern verloren gehen). Seiner nachvollziehbaren Überzeugung nach wird nur durch die mögliche rasche Energiewende der Strom für Verbraucher und Industrie sogar billiger oder zumindest auf Jahrzehnte nicht teuerer, während bei weiterem Verbrauch fossiler oder atomarer Energieträger fortlaufende massive Preissteigerungen mit allen negativen Folgerungen unvermeidlich sind. Jetzt in die Diskussion geworfene Strompreisbremsen oder Änderungen des EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetzes) griffen jedenfalls viel zu kurz, brächten höchstens kurzfristig Entlastung und wären auf Dauer kontraproduktiv. Im Bundestagswahlkampf wurde das Thema leider nicht verständig behandelt.

Auf jeden Fall bringt Willenbacher beachtenswerte Argumente, die eingängig, glaubhaft und überzeugend sind. Insofern ist seinem Buch eine starke Verbreitung, insbesondere auch unter Politikern, zu wünschen - damit die offenbar mögliche Energiewende auch beschlossen statt behindert wird. Auf der Webseite mein-unmoralisches-angebot.de gibt's Zusatzmaterial und eine Leseprobe - die aber leider nicht Willenbachers Hauptanliegen widerspiegelt, sondern nur ein Eingangskapitel mit seinen Erfahrungen mit verschiedenen gefahrenen oder gekauften Elektroautos zeigt.

Ich hätte mich außerdem gefreut, wenn sich Willenbacher über den Wunsch des Verlags, Leser nicht mit Zahlen und Formeln zu (v)erschrecken, hinweggesetzt hätte, und wenigstens in einem Anhang konkret vorgerechnet hätte, wie die 100%-Deckung tatsächlich zu Stande kommen soll(en) - zumal, wenn er auch dafür plädiert, Anlagen immer höchstens 70 bis 80% ihrer (seltenen) Spitzenleistung einspeisen zu lassen, wodurch die Einspeisungen dann aber über lange Zeiträume konstant blieben und verlässlicher sowie netzschonend wären.

Ergänzung (April 2015): Während die Willenbacher-Firma auf ihrer Homepage juwi.de weiter ihre Dienste, insbesondere die Planung und Errichtung von Windparks anbietet, hat sie 2014 offenbar starke wirtschaftliche Einbußen hinnehmen müssen, wie Artikel u.a. in der Welt (vom März 2014), dem Handelsblatt (vom Juli 2014) oder nochmal im Handelsblatt (im April 2015) zu berichten wissen. Die der Kanzlerin vor mehr als 2 Jahren angebotenen Anteile scheinen z.Z. keine Milliarden Euro mehr wert zu sein., was allerdings nicht bedeutet, dass Willensbachers Vorschläge zur Energiewende falsch sind.


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Verweise

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Wikipedia Wikipedia bietet einen umfangreichen Artikel zur "Photovoltaik", der viele Aspekte von Technik, Betrieb und Finanzierung beleuchtet
LexSolar - Photovoltaik Ein kommerzieller Anbieter von Unterrichtsmitteln zur Fotovoltaik erklärt die Physik der Solarzellen und hält ein Lexikon/Glossar bereit
BINE Der BINE Informationsdienst informiert - im Auftrag des Bundes-Wirtschaftsministeriums - über sparsame bzw. effizente Energienutzung und erneuerbaren Energien. Themen sind u.a. Gebäudekonzepte, Stromspartechnologien, dezentrale Energieversorgung, Energiemanagement, Energiespeicherung, Windenergie, Solarthermie und Fotovoltaik "aus der Forschung - für die Praxis". Vom Fachinformationszentrum Karlsruhe gibt's bei BINE mit der Schriftenreihe "basisEnergie" auch gedruckte Faltblätter zu grundsätzlichen Fragen. Fördermöglichkeiten werden speziell auf www.energiefoerderung.info genannt.
Solarserver für Sonnenenergie Forum/Internetportal für Solarenergie mit Tests, Pinnwand, Terminen, Links, Glossar, Techn. Erklärungen, Förderübersichten, Bücherecke und Firmenverzeichnissen
Photon - das Solarstrommagazin Homepage des "Photon"-Magazins mit Abriss der Solarstrom-Geschichte, mit Marktübersichten, Publikations- und Terminlisten und mit vielen Verweisen ('SolarLinks') zu weiteren Web-Seiten
SFV Solarenergie-Förderverein e.V. Aachener Verein; bietet viele Druckschriften an sowie einige Materialien auf der Webseite, u.a. auch einige "Solarbrief"-Ausgaben
energynet.de Andreas Kühls Informationsforum über energieeffiziente Gebäude, Solarenergie und sparsamen Stromverbrauch enthält viele Infos, Veranstaltungshinweise und Links
Photovoltaik im Web Wer privat eine Anlage plant, findet hier bei Andreas Behr Erfahrungsberichte, technische und finanzielle Details, Literaturhinweise und Verweise (Links)
Arbeitsgemeinschaft Solar Inzwischen steht die Domain zum Verkauf und zeigt nur noch einige gesponserte Links
Online-Förderrechner Die Energieagentur NRW bietet einen Förderrechner, mit dem nach Beantwortung einiger Fragen zur Anlage die Fördermöglichkeiten von kleineren und mittleren Fotovoltaikanlagen direkt online berechnet werden können.
energiefoerderung.info Aktuelle öffentliche Förderprogramme für private Bauherren
Energie-Projekte Hier werden - in Zusammenarbeit mit BINE, s.o. - erfolgreiche, innovative Energieprojekte vorgestellt und zu Nachahmung empfohlen
PEGE "Planetare Ingenieur-Gruppe" mit z.T. skurrilen Vorschlägen, u.a. für solarbetriebene Klimaanlagen in Autos und Wohnmobilen
Solarstromerzeugung Kommerzielle Seite, die auf viele Aspekte hinweist - u.a. darauf, dass Privatleute mit der heimischen Fototovoltaik-Anlage in den Augen des Finanzamts eine gewerbliche Tätigkeit aufnehmen (zur Erzielung von Gewinn aus der Einspeisevergütung)...
Photovoltaic School Interessante englischsprachige Seite zur Solarenergie von der Universität von New South Wales in Australien
Agenda21-Treffpunkt Hier werden Hinweise und Tipps zu Umwelt-Schulprojekten und deren Fianzierung gegeben -- und damit auch zu Solaranlagen in Schulen
Daten von FV-Anlagen Die Homepage von Walter Grotkasten nennt aktuelle Daten vieler Fotovoltaik-Anlagen, vor allem aus dem baden-württembergischen Raum
EducETH - Fotovoltaik (Leitprogramm) 90-seitige Ausarbeitung einer Unterrichtsreihe der ETH Zürich über "Strom aus Licht" zum Download (Das früher auch von EducETH angebotene Projekt "Treibhaus Erde" zum Klimaproblem scheint hingegen leider nicht mehr im Internet zu stehen).
Netzwerk Sonnenwerkstatt / E-Way24 Das Gymnasium Frechen gewann 2002 den Focus-Umweltpreis. Dargestellt werden verschiedene Aktivitäten, u.a. auch das Ausschwärmen der Schüler als Umweltdetektive. Außerdem Stromsparrechner und mehr (bei E-Way)
Check für Umweltschulen Fragebogen, der Energiesparmöglichkeiten an Schulen aufzeigt
Energie-Perspektiven Das Max-Planck-Institut gibt viermal jährlich eine Informationsschrift zu Energiethemen heraus; alle Artikel (seit 2000) sind hier im Internet verfügbar!
kernfragen.de Natürlich hat auch der Verband der Kernergie-Produzenten eine Webseite mit Unterrichtsmaterial und vielen interessanten und informativen Beiträgen, um die Vorteile dieser Stromerzeugung heraus zu stellen.
Stadtwerke Düsseldorf Stadtwerke Düsseldorf AG -- der Hauptsponsor der alten Fotovoltaik-Anlage
SODI-Solar neue Homepage des Installateurs unserer alten Solaranlage, der inzwischen zunehmend als Berater und Händler tätig ist, uns aber weiterhin vorbildlich verbunden ist. Raum Düsseldorf/Krefeld
Stromeffizienz.de
Am umweltfreundlichsten ist Energie, die gar nicht erst erzeugt werden muss, weil sie eingespart wird. Diese Seite der Deutschen Energieagentur gibt viele Tipps für Zuhause und gibt Kindern sogar die Chance, durch einen PowerPakt die Hälfte der eingesparten Stromkosten zusätzlich als Taschengeld zu kassieren! Mitmachen lohnt also doppelt!
BüfeM / Düssel-Solar
Dieser Verein bringt Bürger zusammen, die Solaranlagen auf öffentlichen Gebäuden finanzieren. Nach wie vor halte ich die Idee der Bürgersolaranlage für gut, wichtig und richtig. Nach eineinhalb Jahren Erfahrung mit Düssel-Solar 7 konnte ich von Mitgesellschaftern, die an weiteren Anlagen beteiligt sind, hören, dass es durchaus Anlagen gibt, wo alle zufrieden sind. Auch bei Düssel-Solar wird es ordentlich gemanagte Anlagen geben -- viel hängt davon ab, ob die jeweilige GbR einen Geschäftsführer findet, der diesen Namen verdient und sich kümmert, insbesondere, wenn technische Probleme auftreten...

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